Es gibt sie noch
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Es
gibt sie noch! Bikes, die schon beim schlichten Anblick den Puls
beschleunigen und einen andächtig auf die Knie fallen lassen.
Mountain BIKE stellt einige Perlen vor. |
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Deutscher
Kult
FÜNF BIKES AUS DEUTSCHEN SCHMIEDEN
Kult
hat viele Gesichter. Und so wenig sich diese auch ähneln mögen, eines
haben alle gemeinsam: die hingebungsvolle Passion für ein Objekt der
Verehrung. So gehört für deutsche Hobbybotaniker der glubschäugige
Gartenzwerg untrennbar zur Lebenskultur. Der extravagante Jungmanager mit
Hang zum Außergewöhnlichen zelebriert heiße Sommertage am Baggersee mit
einer eisgekühlten Afri Cola.
Wer hingegen Kult und Mountainbike in einem Atemzug nennt, denkt dabei an
Qualität, einen Hauch Exklusivität und an stilvollendete Ästhetik. Und
dass diese Attribute nicht nur große Traditionsmarken aus USA bieten,
beweisen die Bikes aus deutschen Edelschmieden in diesem Test
eindrucksvoll.
Custommade !
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ZEITLOSER Stil
SCHMÜCKT DIE KULTBIKES EBENSO WIE DIE Liebe
ZUM DETAIL
...Weniger andächtig geht es da schon auf dem Firmengelände der Firma
HOT CHILI im schwäbischen Remstal zu. Wann immer die Pausenglocke
ertönt, knattern frisierte Kleincrosser über den selbst geshapten
Bike-Parxours hinter der Produktionshalle. Tables. Doubles und Anlieger:
alles, was das Biker-Herz erfreut. Wenn sich der Viertaktmief verzogen
hat, werden hier die ersten Prototypen der Enduro- und Dualbikes getestet,
noch bevor das Aluminium vom Schweißen ganz ausgekühlt ist. "Unsere
Bikes sollen den Kunden Spaß machen", so Sascha Diether, PR-Manager
und Entwickler von Hot Chili. "Bikes, die sich auf unseren
anspruchsvollen Teststrecken bewähren, können auch unsere Kunden
zufrieden stellen. Entwickeln und Testen ist ein kontinuierlicher Prozess
bei uns." Ein Prozess, der auch vor der Freizeit nicht Halt macht.
Und um möglichst viel Zeit in die Bikes investieren zu können, lebt
Sascha seit über sechs Jahren in seinem Wohnmobil: zwischen Testparcours
und Firma. ... |

"Unsere Bikes sollen
in erster Linie Spaß machen, ohne Wenn und Aber. Dazu zählt super
Handling genauso wie Langlebigkeit."
Sascha
Diether

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Hot
Chili Rampage
DIE FIRMA:
2004 knallen die Sektkorken - Hot Chili wird zehn Jahre alt. Und
Seniorchef Bernd Hermann, die "graue Eminenz", wie ihn seine
Mitarbeiter liebevoll nennen, wird allen Grund zum Feiern haben. Er hat es
geschafft, in einem Fachbetrieb für Feinblechbearbeitung die Entwicklung
einer Bike-Marke zu etablieren. Beachtlich: Fünf von insgesamt 15
Beschäftigten arbeiten mittlerweile an der Herstellung von stattlichen
Kleinserien. Und so rollen neben Prototypen für die Elektro- und
Automobilbranche auch mit schwäbischer Gründlichkeit geschweißte CC-,
FR- und Downhill-Rahmen aus der Werkhalle im idyllischen Remstal.
Qualität "Made in Germany". Der Erfolg gibt den Schwaben Recht:
Marcus Klausmann holte 1995 in Nevegal auf dem X-Rage den ersten
Worldcup-Tital im DH für einen deutschen Hersteller.
DAS BIKE:
Das Rampage ist konzeptionell ein Endurobike, dessen Herkunft unverkennbar
in den DH-Wurzeln von Hot Chili begründet liegt. Es macht schon nach den
ersten Metern Lust auf gröbstes Gelände und zirkelt wieselflink und
wendig, fast ein wenig zu sensibel um knifflige Ecken. Mit der kompakten,
aufrechten Sitzposition sind kleine Sprünge und schwere Manöver leicht
zu bewältigen, kräfteschonendes Kletterverhalten gehören dagegen nicht
zu den Paradedisziplinen des Rampage. Bei aller Enduro-Ausrichtung
vermisst der Rampage-Fahrer aber eines: mehr Federweg an der Front. |
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FAZIT:
Wer genug hat vom blassen Einerlei und auf der Suche nach etwas
Einzigartigem ist, sollte einen Blick in deutsche Edelschmieden riskieren.
Ihre Bikes umgibt ein Hauch betörender Exklusivität und zeitloser
Ästhetik, ohne dass bei aller Individualität die Funktion leidet. Ganz
im Gegenteil, selten waren die Tester von der Performance so angetan.
"Bikes, die einem das Herz höher schlagen lassen", bringt es
MB-Redakteur Felix Böhlken auf den Punkt. Klar auch, dass es diese Bikes
nicht zum Discountpreis gibt. Wäre ja auch nicht mehr kultig, wenn jeder
mit einem Kultbike unterwegs wäre.
Karsten Kaufmann |
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